Die Prozeßeinreden gegen die Häretiker
De praescriptione haereticorum
Inhalt
- 1. Kap. Veranlassung und Tendenz dieser Schrift. S. 306
- 2. Kap. Daß die Häresien soviel Unheil anstiften, darf nicht uns befremden.
- 3. Kap. Selbst der Abfall hervorragender Christen darf uns nicht in Verwirrung setzen. Ähnliches geschah schon zur Zeit Christi.
- 4. Kap. Christus hat das Auftreten der Häresien im voraus angekündigt.
- 5. Kap. Auch der Apostel Paulus erklärt sie für ein notwendig eintretendes Übel.
- 6. Kap. Er spricht fast in jedem seiner Briefe ein Verwerfungsurteil über sie aus. Erklärung des Wortes Häresie.
- 7. Kap. Die Häresien haben ihren Ursprung aus der Philosophie, indem philosophische Ansichten mit christlichen Lehren vermischt wurden.
- 8. Kap. Um bei den Gläubigen Zweifel zu erregen, mißbrauchen die Häretiker die Aufforderung Christi: „Suchet und ihr werdet finden.“
- 9. Kap. Mit diesem Ausspruche hat aber Christus nicht zu einem beständigen Suchen aufgefordert, sondern nur zu einem Suchen nach dem wahren Glauben.
- 10. Kap. Wer die wahre Lehre Christi gefunden hat, der braucht nicht weiter zu suchen, sondern muß sie gläubig festhalten.
- 11. Kap. Wer dann noch suchen wollte, würde keinen rechten Glauben haben. Beständiges Suchen schließt einen Widerspruch in sich.
- 12. Kap. Untersuchungen über den Glauben sind nur soweit gestattet, als sie ohne Verletzung der Glaubensregel geschehen.
- 13. Kap. Glaubensregel oder kurzer Inbegriff der christlichen Glaubenswahrheiten.
- 14. Kap. Was außerhalb der Glaubensregel liegt, darf an sich wohl Gegenstand der Untersuchung werden, in Wirklichkeit aber ist es den Häretikern nicht um das Forschen zu tun, sondern nur darum, Anhänger zu gewinnen.
- 15. Kap. Ihre Hauptwaffe ist immer Berufung auf die Hl. Schrift. Man kann ihnen auf diesem Gebiete nicht mit Erfolg beikommen und muß sich daher nach einer andern Methode umsehen.
- 16. Kap. Der hl. Paulus befiehlt, sich mit ihnen nicht auf Disputationen einzulassen.
- 17. Kap. Man kommt durch Disputationen über Schriftstellen nie zum Ziele.
- 18. Kap. Selbst die Absicht, wankende Gläubige wieder zu gewinnen, ist fast immer erfolglos.
- 19. Kap. Daher ist dieses Verfahren nicht ausreichend und, da die Schriftauslegung von Privatleuten ein zweifelhaftes Kriterium bleibt, auf die kirchliche Überlieferung zu rekurrieren.
- 20. Kap. Gründung der einen katholischen Kirche durch Christus und Stiftung der einzelnen Gemeinden, welche zusammen die eine Kirche bilden, durch die Apostel.
- 21. Kap. Die christliche Wahrheit ist nur innerhalb der von den Aposteln herstammenden Überlieferung bei den apostolischen Mutterkirchen zu finden.
- 22. Kap. Wollte man noch außerhalb der apostolischen Tradition Wahrheit suchen, so müßte man annehmen, Christus habe nicht allen Aposteln seine ganze Lehre mitgeteilt, oder diese hätten ihrerseits einiges als Geheimlehre für sich behalten.
- 23. Kap. Widerlegung der ersteren Annahme.
- 24. Kap. Fortsetzung.