Erinnern wir uns, wovon diese Rede ihren Ausgang nahm. Von jenem Ereignisse, da der achtunddreißigjährige Kranke geheilt wurde und der Herr ihm befahl, sein Bett zu nehmen und in sein Haus zu gehen. Darüber nämlich wurden die Juden, mit denen er redete, ungehalten (er redete mit Worten und schwieg mit dem Verständnis, gab den Einsichtigen gleichsam einen Wink, verbarg es den Ärgerlichen), da also hierüber die Juden ungehalten waren, daß der Herr dies am Sabbat tue, gaben sie ihm Anlaß zu dieser Rede. Hören wir also dies nicht so, als hätten wir das oben Gesagte vergessen, sondern schauen wir auf jenen achtunddreißigjährigen Kranken zurück, der plötzlich gesund wurde zur Verwunderung und zum Ärger der Juden. Sie suchten vielmehr Finsternis vom Sabbat als Licht von dem Wunder. Zu diesen aufgebrachten Juden also redend, sagt er dies: „Größere Werke als diese wird er ihm zeigen“. Größere als diese. Als welche? Ihr habt gesehen, daß 361 ein Mensch gesund wurde, dessen Krankheit achtunddreißig Jahre gedauert hatte; größeres als dies wird der Vater dem Sohne zeigen. Welches sind diese größeren Werke? Er fährt fort und sagt: „Denn wie der Vater Tote auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will“. Fürwahr, dies ist größer. Denn es ist weit mehr, daß ein Toter aufersteht, als daß ein Kranker gesund wird; größer ist dies. Aber wann wird der Vater dem Sohne dies zeigen? Weiß denn der Sohn das nicht? Konnte der, welcher redete, die Toten nicht erwecken? Hatte der die Totenerweckung erst zu lernen, durch den alles geworden ist? Der bewirkte, daß wir, die wir nicht waren, lebten, hatte der erst zu lernen, wie wir wieder erweckt werden sollen? Was ist’s also, was er sagen will?