[Forts. v. 674 ] Als der Herr Jesus zu seinen Schafen redete, sowohl zu den gegenwärtigen als zu den zukünftigen, die damals auch schon zugegen waren ― weil da, wo bereits Schafe von ihm waren, auch solche waren, die seine Schafe erst werden sollten ―, desgleichen zu den gegenwärtigen und zukünftigen, zu jenen und zu uns, und so viele auch nach uns seine Schafe sein werden, da zeigte er, wer zu ihnen gesandt sei. Alle also hören die Stimme ihres Hirten, wie er spricht: „Ich bin der gute Hirte“. Er würde nicht beifügen „gut“, wenn es nicht schlechte Hirten gäbe. Aber die schlechten Hirten, das sind Diebe und Räuber, oder wenigstens, wie oftmals, Mietlinge. Alle diese Personen, die er hier vorgeführt hat, müssen wir erforschen, unterscheiden, kennen lernen. Zwei Dinge hat der Herr schon ans Licht gezogen, die er gewissermaßen verschlossen vorgelegt hatte; schon wissen wir, daß die Türe er selbst ist, wir wissen, daß auch der Hirt er selbst ist. Wer die Diebe und Räuber sind, ist in der gestrigen Lesung offenbar geworden; heute aber haben wir vom Mietling gehört, wir haben auch vom Wolfe gehört; gestern ist auch der Türhüter genannt worden. Zu den guten Dingen also gehört die Türe, der Türhüter, der Hirt und die Schafe; zu den schlimmen gehören die Diebe und Räuber, die Mietlinge, der Wolf.