Ich komme auf Johannes zurück und sage: „Dieser ist es, welcher tauft“. So nämlich ist Johannes besser als ein Häretiker, wie Johannes besser ist als ein Trunkenbold, wie Johannes besser ist als ein Mörder. Wenn wir nach einem weniger Guten wieder taufen müssen, weil die Apostel nach einem Besseren tauften, dann sind alle wieder zu taufen, die bei ihnen getauft wurden von einem Trunksüchtigen, ich sage nicht von einem Mörder, ich sage nicht von dem Helfershelfer eines Frevlers, ich sage nicht von einem Räuber fremden Gutes, ich sage nicht von einem Unterdrücker von Waisen, von einem Entzweier von Eheleuten, nichts von dem sage ich; was gewöhnlich ist, sage ich, was alltäglich ist, sage ich, wozu alle eingeladen werden, sage ich, 84 auch in dieser Stadt, wenn zu ihnen gesagt wird: „Laßt uns unsinnig sein, tun wir uns ein Gutes an, und an einem solchen Januarsfesttage brauchst du nicht zu fasten“, solche leichte, tägliche Dinge meine ich; ― wenn von einem trunksüchtigen Menschen getauft wird, wer ist besser, Johannes oder der Trunksüchtige? Antworte, wenn du kannst, dein Trunksüchtiger sei besser als Johannes, du wirst dies niemals wagen. Also taufe du, weil du nüchtern bist, nach deinem Trunkenbold. Denn wenn nach Johannes die Apostel getauft haben, um wieviel mehr muß nach einem Trunkenbold ein Nüchterner taufen? Oder sagst du: Der Trunkenbold steht mit mir in Gemeinschaft? Also war Johannes, der Freund des Bräutigams, nicht in Gemeinschaft mit dem Bräutigam?