„Sie suchten nun Jesus“, aber schlecht. Denn selig sind die, die Jesus suchen, aber gut. Jene suchten Jesus, damit weder sie noch wir ihn hätten; allein wir nahmen ihn, da er von ihnen wegging, bei uns auf. Die ihn suchen, werden getadelt; die ihn suchen, werden gelobt; denn die Gesinnung des Suchenden findet entweder Lob oder Mißbilligung. Du liesest ja in den Psalmen: „Zu Schanden sollen werden und sich schämen, die meine Seele suchen“; das sind jene, die in 737 schlechter Weise suchen. An einer Stelle aber heißt es: „Verwehrt ist mir die Flucht, und niemand ist, der meine Seele sucht“. Es werden also getadelt, die suchten, und getadelt, die nicht suchten. Suchen wir darum Christus, um ihn zu besitzen; suchen wir ihn, um ihn festzuhalten, aber nicht um ihn zu töten; denn auch jene suchten ihn, um ihn festzuhalten, aber um ihn rasch nicht mehr zu besitzen. „Sie suchten ihn nun und sprachen untereinander: Was meint ihr, kommt er nicht zum Feste?“