Sie beten mit Ordnung und Ausdauer schon am frühen Morgen und sprechen nicht, bevor sie nicht ihrem Gott im Gesang ihre Verehrung bezeigt haben; dann geht ein jeder aus, wohin er will, und arbeitet, und, wenn sie bis zur fünften Stunde gearbeitet haben, ruhen sie. Dann kommen sie wieder an* einem* Ort zusammen, umgürten sich mit leinenen Lendentüchern, um die Scham zu verdecken und waschen sich so in kaltem Wasser; nach dieser Reinigung gehen sie zusammen in einen Raum (keiner aber kommt mit einem 258 Andersgläubigen in dem Haus zusammen) und gehen an das Mittagsmahl. Nachdem sie sich nach der Ordnung niedergelassen haben, essen sie in Ruhe Brot, dann* ein* Gericht, von dem jeder einen genügenden Anteil erhält. Keiner nimmt aber eher etwas zu sich, als bis der Priester seinen Segen gesprochen hat. Nach der Mahlzeit betet er wieder, und so preisen sie am Anfang wie am Ende Gott. Dann ziehen sie die Kleider, die sie im Hause zur gemeinschaftlichen Mahlzeit angelegt haben, als geweihte Gewänder wieder aus — sie sind linnen — und nehmen die im Vorraum liegenden wieder und gehen an die ihnen zusagende Arbeit bis zur Dämmerung. Dann nehmen sie genau auf die eben beschriebene Weise die Abendmahlzeit ein. Keinen hört man je schreien, noch vernimmt man sonst eine lärmende Stimme. Jeder spricht leise; der eine läßt dem anderen rücksichtsvoll das Wort, so daß denen, die draußen sind, das Schweigen der drinnen befindlichen wie ein Geheimnis vorkommt. Sie sind immer nüchtern, da sie nur mit Maß essen und trinken.