Denn wen haben sie jemals, wenn es ihnen gelang, ihn bei der Verfolgung in ihre Gewalt zu bekommen, nicht nach Lust mißhandelt? Wen haben sie jemals gesucht, und aufgefunden, ohne ihn in eine solche Lage zu versetzen, daß er entweder eines elenden Todes starb, oder daß er von jeder Seite mißhandelt wurde? Denn was die Richter zu thun scheinen, das ist das Werk jener Menschen, und die 381 Richter sind eigentlich die Vollzieher ihrer Entwürfe und die Diener ihrer Bosheit. Welcher Ort hat daher nicht ein Denkmal ihrer Verruchtheit aufzuweisen? Gegen wen, der ihre Gesinnungen nicht theilte, haben sie sich nicht verschworen und nach dem Beispiele der Jezabel nicht Vorwände ersonnen? Welche Kirche trauert jetzt nicht wegen der Nachstellungen, welche jene ihren Bischöfen bereiteten? Antiochien trauert um den Bekenner und eifrigen Anhänger des wahren Glaubens Eustathius, Balanea (Valania) um den höchst bewundernswerthen Euphration, Paltus (Boldo) und Antaradus (Tortosa) um den Cymatius und Carterius, Adrianopel um den Christus liebenden Eutropius, und nach diesem um Lucius, welcher jener Menschen wegen oft Ketten getragen hat, und so gestorben ist; auch Ancyra trauert um den Marcellus, Beröa um den Cyrus, und Gaza um den Asklepas. Denn die arglistigen Menschen haben die Verbannung dieser Männer bewirkt, nachdem sie dieselben vorher vielfach mißhandelt hatten; den Theodulus aber und den Olympius, Bischöfe in Thracien, so wie uns und unsere Priester lassen sie so aufsuchen, daß wir, wenn wir gefunden würden, die Todesstrafe zu erleiden hätten. Und so würden wir wohl auch unsern Tod gefunden haben, wenn wir damals nicht gegen ihre Erwartung uns geflüchtet hätten. Denn von dieser Art war das Schreiben, welches gegen den Olympius an den Proconsul Donatus, und das, welches gegen mich an den Philagrius erlassen wurde. Sie bewirkten ja auch, daß Paulus, Bischof von Constantinopel, welchen sie verfolgt und gefunden hatten, zu Cucusum in Kappadocien öffentlich erdrosselt wurde, indem sie sich des ehemaligen Präfekten Philippus hiezu als eines Henkers bedienten; denn dieser beschirmte ihre Ketzerei und vollzog ihre verruchten Beschlüsse.