109 Die (rechten) Namen besitzen wir; laßt euch nicht durch ihre Namen berücken! Die Heiden beteten an, was nicht Gott war; wir aber haben den wahren Gott. Der Böse beneidete uns, säete Lüge unter uns, damit die letzten ohne Gott seien wie die ersten. Von ihm aus und durch ihn ist es geschehen, daß die Natur durch die Hand von Künstlern Götzenbilder hervorbrachte. Von ihm aus und durch ihn ist es ferner geschehen, daß selbst die Schrift durch die Grübler Götter unter den Abtrünnigen entstehen machte. Er (Satan nämlich) gab dem Künstler Unterweisung. daß er mit seinem Finger ein stummes Götzenbild verfertigte. Mit Finger und Rohr (d. i. durch ketzerische Schriften) schrieb er auch Betrug (falsche Lehren). Er wollte den Finger (von Irrlehrern) dem Finger (Gottes), der die Gesetztafeln schrieb, nachahmen machen. Er machte auch die Namen einander gleich; denn er nannte die Götzenbilder ebenfalls Götter. All das Seinige (Namen und Anhänger) wollte er ähnlich machen (nämlich der Wahrheit und den Gläubigen), damit Niemand unterscheiden könnte, was Wahrheit und Betrug sei. Es gab Leute, die das Wasser verehrten; einen Andern machte er (der Dämon) das Feuer verehren; ferner waren wieder Andere, die den Mond anbeteten; Diese beeilte sich Derjenige in Schatten zu stellen, der die große Sonne anbetete. Ähnlich diesen Entzweiungen sind auch heutzutage die Spaltungen. und gleich ihrer (der Heiden) Prahlerei ist auch unser Hochmuth, und wie ihre Streitsucht ist auch unser Kampf, wer wohl den Sieg davon tragen werde.