5. Wer im Besitze der Heiligkeit ist, den bewahrst du, wenn er behutsam wandelt. Wer Schulden auf 47 sich hat, dem erlässest du sie. Wer von einem bösen Geiste besessen ist, dem vertreibst du denselben. Die von Schmerzen Gequälten heilst du von ihren Leiden.
6. Wer einen Sohn hat, lasse ihn kommen, damit er Bruder meinem Liebling werde! Wer eine Tochter oder Verwandte hat, lasse sie kommen, um Verlobte meines Theuren zu werden! Wer aber einen Knecht hat, lasse ihn frei, damit er komme und Diener seines Herrn werde! Der Freie, der dein Joch, o mein Sohn, auf sich genommen, hat nur einen Lohn; allein der Knecht, der zwei Joche trägt, das des obern und des untern Herrn, empfängt einst die doppelte Seligkeit und doppelten Lohn, weil er zwei Lasten getragen. Die Freie ist deine Magd auch, wenn sie dir dient, o mein Sohn. Die Unterjochte (die Sklavin) aber wird durch dich frei, durch dich getröstet, weil sie befreit ward. Verborgene Äpfel legt man ihr in den Schooß, wenn sie dich liebt.
7. O ihr keuschen Seelen, sehnt euch nach meinem Geliebten, daß er in euch seine Wohnung nehme! Auch ihr Befleckten tragt Verlangen nach ihm, damit er euch heilige! Sehnt euch nach ihm auch ihr Kirchen (Gemeinden), auf daß er euch schmücke! Des Schöpfers Sohn, der da kam, um alle Geschöpfe wieder herzustellen, versetzte in einen neuen Zustand die Thörichten, die alle Gestirne anbetend verehrten. Er erneute die Erde, welche durch Adam alt geworden war, weil er sündigte und veraltete. Ein neu Gebilde ward die ganze Schöpfung durch ihren Wiederhersteller, der Alles, die Körper mit den Geistern, wieder in die rechte Ordnung zu bringen im Stande ist.
8. Kommt denn, o Blinde, und nehmt unentgeltlich das Licht der Augen wieder! Kommt, o ihr Lahmen, nehmt eure Füße! Taubstumme kommt und bekommt wieder eure Sprache 48 Die aber einer Hand beraubt sind, sollen ihre Hände empfangen. Der Sohn des Schöpfers hat seine Schätze voll Heilmittel. Wer also der Augen bedarf, komme zu ihm! Er macht ein wenig Lehm, verwandelt denselben und macht ihn zu Fleisch und gibt [mit] ihm den Augen das Licht wieder. Durch das Bißchen Lehm zeigte er an, daß durch seine Hand Adam gebildet worden. Ferner gab die Auferweckung des Todten Zeugniß, daß durch ihn dem Menschen der Athem des Lebens eingehaucht worden. Die letzten Zeugen beglaubigten ihn als den Sohn des Ersten (des ewigen Gottes).
9. Versammelt euch und kommt herbei, o Aussätzige, kommt herbei und empfangt ohne Mühe die Reinheit wieder! Er reinigt nicht wie Elisäus, der (dem Naaman) befahl, siebenmal im Flusse sich zu waschen. Er macht auch nicht Mühe, wie die Priester (des alten Testaments) mit ihren Besprengungen. — Fremde und Weitentfernte nehmt auch eure Zuflucht zum großen Arzte! Bei dem Sohne des Königs ist für das Fremdsein kein Raum, wie auch kein Herr seinen Dienern fremd ist. Er ist ja der Herr Aller.