Die hl. Schriften belehren uns über den Gerechten, daß er den Bösen der Freiheit wegen Vorwürfe machte. Wenn aber ein böses Urwesen wäre, so würde er dieses schelten oder bezwingen. Wenn ferner das Fatum es wäre, welches Leute zu Mördern macht, so würde jeder Mensch dieses tadeln und nicht die Mörder. Den Verbrechern selbst aber macht man Vorwürfe, weil sie durch ihre Naturen nicht gefesselt waren. Gepriesen sei Derjenige, welcher durch Moses und Daniel die Könige in ihren Burgen zurechtwies. Gleichwie aber die Freiheit die Kraft, welche in ihr verborgen liegt, (durch eigne Schuld) zurückhält oder durch Gelüste vergräbt, bis der Gerechte durch Züchtigungen sie enthüllt, damit sie (die Freiheit), wann sie leiden muß, ihrem Herrn das Anvertraute wieder gibt: ebenso hält sie durch Unwahrheit die Wahrheit zurück. Die Zauberer und Chaldäer aber bekannten gezwungen die Wahrheit. Preis Ihm, der die Hülle des Irrthums zerriß, daß aus ihr verborgene Wahrheit leuchtend aufging!