Da die Nachwelt ein Denkmal seiner Hochherzigkeit haben sollte, gab es nichts Besseres als jene Kirche, die er Gott und uns mit kleinen Zuschüssen des Volkes, größtenteils aber aus eigenen Mitteln erbauen ließ. Das Werk darf nicht verschwiegen werden, da es an Größe die meisten, an Schönheit aber fast alle Kirchen überragt. Die Kirche ist in einem gleichseitigen, 387 geradlinigen Achteck erbaut und strebt in zwei herrlichen Stockwerken von Säulen und Säulenhallen mit naturgetreu dargestellten Figuren in die Höhe. Von oben her wird sie durch das Gewölbe erleuchtet; zahlreiche Lichtquellen blenden das Auge: eine wahre Lichthalle. Ringsum zieht sich ein gleichwinkeliger Wandelgang von glänzendstem Gestein, welcher den großen Raum in der Mitte umschließt. Anmutig strahlen die Tore und Vorhallen und begrüßen schon von ferne die Kommenden. Noch nicht rede ich von dem äußeren Schmuck, der Schönheit und Größe der gutgefügten Quadersteine; bald ist es Marmor, wie an den Sockeln und Kapitellen, welche die Kanten verdecken, bald ist es einheimischer Stein, der aber dem ausländischen nicht nachsteht. Noch nicht spreche ich von den vielgestaltigen, bunten Gurten, welche vorspringen und eingelassen sind vom Fundament bis zur Spitze, die, den Blick versperrend, den Besucher belästigt. Wie kann man mit wenigen Worten ein Denkmal schildern, das von einer solchen Hand in so langer Zeit unter so vielen Mühen errichtet worden ist? Vielleicht genügt die Bemerkung: Während andere Städte zahlreicher privater und öffentlicher Denkmäler zu ihrem Schmucke bedürfen, vermochte diese Kirche allein schon uns weit und breit berühmt zu machen. Dies ist die Bedeutung unseres Gotteshauses. Da es aber auch einen Priester brauchte, verschaffte er ihn aus Eigenem; ob dieser dem Gotteshause entspricht, vermag ich nicht zu sagen. Genug, daß er ihn gegeben hat. Da man endlich noch der Opfer bedurfte, sorgte er hiefür in den Leiden und im Opfermut seines Sohnes, damit Gott von ihm eine vernünftige Gabe, ein geistiges Opfer erhalte, das würdig ist, an Stelle des Gesetzesopfers dargebracht zu werden.