Beachte das übrige: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“. Irgendwo sprach er zu seinen Jüngern: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt auf dem Berge kann nicht verborgen bleiben, und man zündet kein Licht an und stellt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit es allen leuchte, die im Hause sind; so leuchte euer Licht vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und den Vater 783 preisen, der im Himmel ist“. Jedoch hat er zu ihnen nicht gesagt: Ihr seid als das Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an euch glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Das, behaupte ich, kann man nirgends lesen. Lichter also sind alle Heiligen, aber dadurch, daß sie glauben, werden sie von dem erleuchtet, von dem man sich nicht entfernen kann, ohne verfinstert zu werden. Jenes Licht aber, durch das sie erleuchtet werden, kann sich nicht von sich selbst entfernen, weil es ganz und gar unveränderlich ist. Wir glauben also einem erleuchteten Lichte, z. B. einem Propheten, einem Apostel, aber wir glauben ihm so, daß wir nicht an das Licht glauben, welches erleuchtet wird, sondern daß wir mit ihm an jenes Licht glauben, von dem er erleuchtet wird, damit auch wir erleuchtet werden, nicht von ihm, sondern mit ihm von demselben wie er. Wenn er aber sagt: „Damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“, so gibt er deutlich zu verstehen, daß er alle in der Finsternis angetroffen habe, aber damit sie nicht in der Finsternis bleiben, in welcher sie angetroffen wurden, müssen sie an das Licht glauben, welches in die Welt gekommen ist, weil durch dasselbe die Welt geworden ist.