„Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und sein Gewand genommen hatte, setzte er sich wieder und sprach zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe?“ Jetzt soll dem seligen Petrus jenes Versprechen erfüllt werden; denn er war hingehalten worden, als ihm auf seine im Schrecken erfolgte Äußerung hin: „Du sollst mir in Ewigkeit die Füße nicht waschen“, geantwortet wurde: „Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber nachher erfahren“. Siehe, jetzt ist dieses „nachher“ eingetreten; nunmehr ist es Zeit, daß ihm gesagt wird, was kurz vorher hinausgeschoben wurde. Der Herr also, eingedenk seines vorher gegebenen Versprechens, eine Erklärung geben zu wollen von seiner so unerwarteten, so auffallenden, so in Schrecken versetzenden und, hätte er nicht so ernstlich gedroht, auf 806 keine Weise zuzulassenden Handlung, daß er, der Meister nicht bloß von ihnen, sondern auch der Engel, und der Herr nicht bloß von ihnen, sondern auch aller Dinge, seinen Jüngern und Dienern die Füße wusch, ― weil er also eine Erklärung der so bedeutsamen Handlung in Aussicht gestellt hatte mit den Worten: „Du wirst es aber nachher erfahren“, so fängt er jetzt an zu erklären, welche Bewandtnis es mit dem habe, was er getan.