Es ist, Teuerste, der geordnete Zusammenhang der Worte des Herrn zu beachten. Als er nämlich weiter oben, nachdem Judas hinausgegangen und von der Gemeinschaft der Heiligen auch äußerlich geschieden war, gesagt hatte: „Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht“ ― womit er entweder auf das künftige Reich hinwies, in welchem die Bösen von den Guten getrennt sein werden, oder daß seine Auferstehung damals erfolgen d. h. nicht verschoben werden sollte, wie die unserige bis zum Ende der Welt verschoben wird ― und als er sodann hinzugefügt hatte: „Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird ihn Gott auch verherrlichen in sich selbst“, was er ohne alle Zweideutigkeit auf seine alsbald erfolgende Auferstehung bezog, fuhr er fort und sprach: „Kindlein, noch eine kleine Weile bin ich bei euch“. Damit sie also nicht meinten, Gott werde ihn so verherrlichen, daß er nicht länger mit ihnen verbunden sein sollte in dem Wandel auf Erden, sprach er: „Noch eine kleine Weile“, als würde er sagen: Ich werde zwar alsbald durch die Auferstehung verherrlicht werden, allein ich werde nicht sofort in den Himmel aufsteigen, sondern „ich bin noch eine kleine Weile bei euch“. Wie es nämlich in der Apostelgeschichte heißt, verkehrte er mit ihnen nach der Auferstehung vierzig Tage, indem er ein- und ausging, aß und trank, obwohl er kein Hunger- und Durstgefühl mehr hatte, sondern nur auch auf diese 836 Weise die Wahrheit seines Fleisches dartun wollte, das nicht mehr das Bedürfnis zu essen und zu trinken hatte, aber doch die Möglichkeit. Diese vierzig Tage deutete er an mit den Worten: „Noch eine kleine Weile bin ich bei euch“; oder etwas anderes? Man kann nämlich die Worte: „Noch eine kleine Weile bin ich bei euch“, auch so verstehen: Noch bin auch ich, wie ihr, in dieser Schwachheit des Fleisches, bis er nämlich sterben und auferstehen würde; denn* nach* der Auferstehung war er zwar, wie gesagt, bei ihnen noch vierzig Tage durch die Gewährung seiner körperlichen Gegenwart, aber er war nicht bei ihnen durch die Gemeinschaft der menschlichen Schwachheit.