Es gibt noch eine andere, den sterblichen Sinnen unbekannte göttliche Gegenwart, von der er ebenfalls sagt: „Siehe, ich bin bei euch bis zum Ende der Welt“. Das heißt sicherlich nicht: „Noch eine kleine Weile bin ich bei euch“; denn bis zum Ende der Welt ist es keine kleine Weile. Oder wenn auch dies eine kleine Weile ist (es fliegt ja die Zeit, und in den Augen Gottes sind tausend Jahre wie* ein* Tag oder wie eine Wache in der Nacht), so ist doch nicht anzunehmen, er habe das jetzt andeuten wollen, da er ja im folgenden beifügte: „Ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden gesagt habe: Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen, so sage ich jetzt auch euch“. Gewiß nach dieser kleinen Weile, da ich noch bei euch bin, „werdet ihr mich suchen, und wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen“. Werden sie etwa nach dem Ende der Welt nicht dahin kommen können, wohin er ging? Und wo bleibt die Versicherung, die er etwas später in derselben Rede geben wird: „Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch sie bei mir seien“? Also nicht von jener Gegenwart, durch die er bei ihnen ist bis zum Ende der Welt, hat er jetzt gesprochen, da er sagt: „Eine kleine Weile noch bin ich bei euch“, sondern entweder von der sterblichen 837 Schwachheit, in welcher er bei ihnen war bis zu seinem Leiden, oder von der körperlichen Gegenwart, in der er bei ihnen sein sollte bis zu seiner Himmelfahrt. Mag einer diese oder die andere Erklärung wählen, er kommt mit dem Glauben nicht in Widerspruch.