[Forts. v. 847 ] Wir müssen, Brüder, unsere Aufmerksamkeit in gesteigertem Maße zu Gott erheben, damit wir die Worte des heiligen Evangeliums, welche eben in unseren Ohren erklungen sind, auch im Geiste irgendwie zu fassen vermögen. Es sagt nämlich der Herr Jesus: „Euer Herz betrübe sich nicht. Glaubet an Gott, glaubet auch an mich“. Damit sie nicht als Menschen den Tod fürchteten und darum sich betrübten, tröstet er sie, indem er versichert, daß auch er Gott sei. „Glaubet“, sagt er, „an Gott, glaubet auch an mich“. Denn wenn ihr an Gott glaubt, müßt ihr folgerichtig auch an mich glauben; das würde nicht folgen, wenn Christus nicht Gott wäre. „Glaubet an Gott, glaubet auch“ an den, für den es natürlich kein Raub war, Gott gleich zu sein; denn er erniedrigte sich selbst, wobei er jedoch nicht die Gestalt Gottes verlor, sondern nur die Gestalt des Knechtes annahm. Ihr fürchtet den Tod für diese Knechtsgestalt; „euer Herz betrübe sich nicht“, die Gottesgestalt wird sie auferwecken.