Aber was bedeutet der folgende Satz: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen“, als daß sie auch* für sich* fürchteten? Deshalb mußten sie hören: „Euer Herz betrübe sich nicht“. Denn wer von ihnen sollte nicht in Furcht sein, da doch zu dem so zuversichtlichen und mutigen Petrus gesagt wurde: „Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnest“? Gleichsam also als würden sie bei der Trennung von 848 ihm verloren gehen, betrübten sie sich mit Recht; aber indem sie hören: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten“, erholen sie sich von ihrer Bestürzung, sicher und voll Vertrauen, daß auch sie nach den Gefahren der Versuchungen mit Christus bei Gott sein sollten. Denn wenn auch einer stärker ist als der andere, einer weiser als der andere, einer gerechter als der andere, einer heiliger als der andere: „im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen“; keiner von ihnen wird ausgeschlossen werden von jenem Hause, wo jeder eine Wohnstätte nach seinem Verdienste erhalten wird. Jener Denar ist zwar für alle der gleiche, den der Hausvater allen denen, die im Weinberg gearbeitet haben, geben heißt, ohne einen Unterschied zu machen zwischen denen, die weniger, und denen, die mehr gearbeitet haben ― durch diesen Denar wird sicherlich das ewige Leben angedeutet, wo keiner länger als der andere lebt, weil es in der Ewigkeit kein verschiedenes Maß des Lebens gibt ―, aber die vielen Wohnungen bedeuten die verschiedenen Grade von Belohnungen in dem einen ewigen Leben. Denn anders ist der Glanz der Sonne, anders der Glanz des Mondes, anders der Glanz der Sterne; denn Stern unterscheidet sich von Stern an Glanz; so ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Gleichsam wie Sterne empfangen im Reiche die Heiligen verschiedene Wohnungen von verschiedener Klarheit, so wie am Himmel, aber wegen des* einen* Denars wird keiner vom Reiche ausgeschlossen; und so wird Gott alles in allem sein, damit, weil Gott die Liebe ist, durch die Liebe geschehe, daß, was jeder einzelne hat, allen gemeinsam sei. Denn wenn einer im andern liebt, was er selbst nicht hat, so hat er es auch selbst. Es wird daher kein Neid sein wegen der ungleichen Klarheit, weil in allen die Einheit der Liebe herrschen wird.