[Forts. v. 886 ] „An jenem Tage“, sagt er, „werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin, und ihr in mir, und ich in euch“. An welchem Tage, außer an dem, von dem er sagt: „Und ihr werdet leben“? Dann nämlich werden wir sehen, was wir glauben. Denn auch jetzt ist er in uns, und wir in ihm; allein jetzt glauben wir das, dann werden wir es auch erkennen, obwohl wir es auch jetzt im Glauben erkennen, alsdann werden wir es durch Anschauung inne werden. Denn solange wir im Leibe sind, wie er jetzt ist, nämlich verweslich und die Seele beschwerend, pilgern wir fern vom Herrn; denn im Glauben wandeln wir, nicht im Schauen. Dann also im Schauen, weil wir ihn sehen werden, wie er ist. Denn wenn nicht auch jetzt Christus in uns wäre, würde der Apostel nicht sagen: „Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot wegen der Sünde, der Geist aber Leben wegen der Gerechtigkeit“. Daß wir aber auch jetzt in ihm sind, zeigt er hinlänglich, wo er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“. An jenem Tage also, da wir leben werden in jenem Leben, durch welches der Tod verschlungen werden wird, werden wir erkennen, daß er im Vater ist, und wir in ihm, und er in uns; weil dann eben das vollendet werden wird, was auch jetzt schon begonnen hat durch ihn, daß er in uns sei und wir in ihm.