Ambrosius von Mailand · De obitu Theodosii oratio · Kapitel 15
Wer nun möchte zweifeln, daß seine Söhne am Herrn den mächtigsten Schutz finden werden? Mit der Gnade des Herrn steht der Kaiser Arkadius bereits im kräftigen Jugendalter, Honorius pocht alsbald an die 402 Pforten der Jünglingsjahre, fortgeschrittener an Alter denn Josias. Dieser nämlich bestieg als vaterloser Knabe den Thron und lebte bis zum einunddreißigsten Jahre seiner Regierung und gefiel dem Herrn, da er gewissenhafter als die übrigen Könige Israels das Pascha des Herrn feierte und die Verirrungen des (heidnischen) Kultes abschaffte. Auch Asa war noch schwach an Leibeskraft, als er die königliche Laufbahn betrat, und regierte vierzig Jahre in Jerusalem. Als er von einer endlosen und unzähligen Menge Äthiopier bedrängt wurde, hoffte er vom Herrn auch mit einer geringen Mannschaft Rettung finden zu können. Hätte er nur auch in der Folgezeit treu an seinem Gottvertrauen festgehalten! Denn obschon er mit der geringen Schar Rettung und Sieg erlangt hatte, verließ er später den Herrn, rief die Syrer zu Hilfe und zog bei einem Fußleiden Ärzte bei. Nachdem ihm nämlich ein so deutliches Zeichen göttlicher Huld geworden, hätte er von seinem Helfer nicht lassen, sondern an ihm festhalten sollen. So konnten ihm denn auch die Ärzte nichts nützen, und er fand wie ein Ungläubiger seinen Tod.