Sieh also, was dem Menschen im Kreuze als Torheit Gottes erschien, ist ehrwürdiger als alles 80 geworden. Denn unsere Auferstehung beruht auf ihm, und nicht mehr bloß Israel, sondern auch alle Heidenvölker verlassen, wie der Prophet vorhergesagt hat, von nun an ihre Götzen und erkennen den wahren Gott, den Vater Christi. Dem Blendwerk der Dämonen ist ein Ende gemacht, und nur der wirkliche Gott wird im Namen unseres Herrn Jesu Christi angebetet. Wenn aber der Herr, der im Leibe erschien und Jesus genannt wurde, angebetet und für den Sohn Gottes gehalten und durch ihn der Vater erkannt wird, so zeigt das, wie gesagt, wohl deutlich, daß nicht das Wort, insofern es Wort ist, eine solche Gnade empfing, sondern wir; denn wegen der Verwandtschaft mit seinem Leibe sind auch wir ein Tempel Gottes geworden und sind nunmehr zu Söhnen Gottes gemacht, so daß auch in uns schon der Herr angebetet wird, und die, welche es sehen, melden, wie der Apostel gesagt hat, daß wahrhaft Gott in ihnen ist. Dies sagt auch Johannes im Evangelium: „Allen, die ihn aufgenommen haben, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“. Und in seinem Briefe schreibt er: „Daran erkennen wir, daß er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat“. Aber auch das ist ein Kennzeichen seiner Güte gegen uns, daß wir erhöht wurden, weil in uns der höchste Herr wohnt, und daß unsertwegen die Gnade ausgeteilt wird, weil der Herr, der die Gnade spendet, ein Mensch geworden ist wie wir. Der Heiland aber selbst erniedrigte sich, indem er unsern niedrigen Leib annahm. Er nahm Knechtsgestalt an, indem er das von der Sünde geknechtete Fleisch anzog. Und er empfing nichts von uns zu seiner Besserung, — denn bedürfnislos und vollkommen ist das Wort Gottes, — vielmehr sind wir durch ihn verbessert worden. Denn er ist „das Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt“. Und vergebens berufen sich die Arianer auf die Konjunktion „darum“, weil Paulus sagt: „Darum hat ihn Gott erhöht“. Denn nicht einen