Cyprian von Karthago · De opere et eleemosynis · Kapitel 8
So nennt er ferner alle diejenigen auch Kinder Abrahams, die er mit der Unterstützung und Unterhaltung der Armen beschäftigt sieht. Denn als Zachäus sagte: „Siehe, die Hälfte meiner Habe gebe ich den Dürftigen, und wenn ich einen um etwas betrogen habe, so gebe ich das Vierfache zurück“, da antwortete Jesus: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, weil 267 auch dieser ein Sohn Abrahams ist“. Denn so gewiss „Abraham an Gott glaubte und ihm dies zur Gerechtigkeit angerechnet wurde“, so gewiss glaubt doch auch derjenige an Gott, der nach Gottes Gebot Almosen gibt; und wer den wahren Glauben hat, der bewahrt die Furcht Got-tes; wer aber die Furcht Gottes bewahrt, der denkt bei seiner Barmherzigkeit gegenüber den Armen an Gott. Denn er ist deshalb wohltätig, weil er an Gott glaubt, weil er weiß, dass all das wahr ist, was in Gottes Worten vorhergesagt wurde, und dass die Heilige Schrift nicht lügen kann, und dass die unfruchtbaren Bäume, das heißt die unnützen Menschen, herausgehauen und ins Feuer geworfen, die Barmherzigen aber zum Himmelreich berufen werden. Auch an einer anderen Stelle nennt er die Wohltätigen und Fruchtbaren seine Getreuen, während er den Unfruchtbaren und Unnützen die Treue abspricht mit den Worten: „Wenn ihr in dem ungerechten Mammon nicht treu gewesen seid, wer wird euch anvertrauen, was wahr ist? Und wenn ihr im Fremden nicht treu gewesen seid, wer wird euch das Eurige geben? “