94 Dir, o Herr, bring’ ich meinen Glauben mit lauter Stimme dar; denn das Gebet und Flehen können wohl im Geiste unter Schweigen lautlos empfangen und geboren werden. Wenn der Mutterleib das Kind behält, so erfolgt ein doppelter Tod; deßwegen verhehle, o unser Herr, mein Wort meinen Glauben nicht, sonst wird er zu Grunde gehen und es (das Wort) wird erlöschen, und beide mit einander werden zu Grunde gehen. Wenn ein Baum seine Keime zurückbehält, richtet er sie zu Grunde; drängt er sie aber hervor, so macht er Blätter entsprossen und wird zu seiner Zeit Frucht bringen. Wenn also aus dem feuchten Holzstamme Frucht erwächst, so möge auch mein Glaube 95 fröhlich aufblühen! Der Same reißt durch seine Feuchtigkeit die Decke der Erde auf, dann blickt geheimnißvoll die Weizen=Ähre hervor. Der Glaube, dessen Schooß voll guter Früchte ist, ist auch so eine herrliche Ähre.