Als Verlobte des Sohns des (himmlischen) Königs schweife das Gebet nicht leichtsinnig aus. Eine Braut, die öffentlich sich auf dem Markte zeige, ist der Glaube; der soll durch lautes Bekenntniß vom Munde weg zum Brautgemache des Ohres feierlich getragen werden. Es steht geschrieben, daß Viele an unsern Herrn glaubten; allein aus Furcht verhehlte ihre Stimme den Glauben. Wenn nun nur das Herz im Innern bekannte, so rechnete der Herr den 96 Schweigenden zu den Ungläubigen. Jonas hat mit stillem Gebete gebetet; der Prediger lag schweigend im Bauche des Fisches: allein aus dem Innern des Fisches schlich leise sein Gebet, und der Erhabne vernahm es; denn Schweigen (d. i. stilles Beten) gilt ihm als lautes Geschrei.