Zu schwach ist, dich zu ergründen, der Seraph, der fleugt und schwebt. Sein ohnmächtig Gefieder gelangt nicht zu dir, 67 um mit deiner Maiestät sich messen zu können. Die Welten liegen dir im Schooße; wie viel er auch herumfahren mag, er bleibt in ihr eingeschlossen. Der Seraph, dessen Stimme das dreimal Heilig singt, wagt mit ehrfurchtsvollem Schweigen es nicht, über dich zu grübeln. Wehe dem, der frech sich dazu erkühnt! Siehe, der Seraph vor dir verhüllt mit seinen Flügeln sein Angesicht! Die Cherubim tragen die Macht, welche das All trägt. Mit niedergeschlagenen Blicken bergen ihr Antlitz die Cherubim mit heiliger Furcht unter deinen Wagen und beben, sein Inneres anzuschauen. Sie tragen und können nicht forschen; obgleich nahe, sind sie doch weit entfernt. Selig ist, wer von ihnen lernt, dich zu ehren, wer lobpreist, aber mit Furcht verstummt.