1. Wer ist wohl der da, welcher seiner selbst vergessen und nicht einmal seinen eigenen Geist kennend über die Natur des Erstgebornen, des Herrn der Wesen, Etwas daherreden will? Wer vermag auch nur die Wesen, welchen dessen Hand das Dasein gab, zu erforschen? Er ist ja nicht einmal im Stande, seine eigene Natur, die ihm gegeben ward, zu untersuchen. Wenn er nun so von sich selbst und durch sich selbst zurechtgewiesen wird und sich selbst nicht recht zu erkennen vermag, wie sollt’ es ihm möglich sein, seinen Herrn zu erfassen?
2. Ein Ziel ist vor uns aufgestellt, erhaben, sichtbar 69 und nahe. Wer es aber treffen will, irret von ihm ab und verfehlt es. Wenn er nun das nahe Ziel nicht im Stande ist zu erreichen, wer vermag wohl dann das unsichtbar ferne (die göttliche Natur) zu erreichen? Seine Menschheit kann er nicht erfassen; wer hat dann hinreichende Geisteskraft, seine verborgene Gottheit zu ergründen?