8. Wer sah je ein Kind, das nach den Nahen sehnsüchtig langt und vom Mutterschooße aus den Entfernten sich entgegenstreckt? Lieblicher Anblick: ein Kind, das sinnend so ganz nach Jedem hinstrebt, daß Alle es sähen! Wen irgend eine Sorge drückte, von dem entfloh, wenn er kam und dich sah, seine Sorge. Wer kummervoll nachsann, vergaß bei dir seinen Kummer; ja der Hungrige vergaß bei dir auf seine Speise, und wer irgendwo hingeschickt ward, fühlte durch deine Anmuth sich so gesellt, daß er an seinen Weg nicht mehr dachte.
9. Werde ruhig und still, und entlaß die Menschen zu ihren Geschäften! Du bist ja ein Sohn von Armen; wisse dann, wie den Armen zu Muth ist, die da feiernd kamen! O liebevoller Menschenfreund! Durch deine anziehende Heiterkeit hast du die Menschen zahlreich an dich gezogen.