Betrachte die Welt als einen Körper, der aus Schuld seiner (mißbrauchten) Freiheit eine Menge Krankheiten hat, aber einem milden Arzt anvertraut ist, der seiner Liebe wegen Jeden brennt und schneidet, der sich an ihn wendet, daß er ihn heile, und der auch Jeden heilt, welcher ihn anrührt, damit er ihn gesund mache. Er ist in Allem gut, und in allen seinen Bewegungen läßt er sich als liebreich erkennen. — Die ganze Schöpfung ist ferner nur ein kleines Schiff für jenen Steuermann, der in Allem weise ist. Sein Wink lenkt dasselbe ohne Mühe, und die Thoren wähnen, daß er ihm nicht gewachsen sei. Die Schöpfung ist für ihn auch ein gehorsamer Wagen, und ein Hauch seines Willens setzt denselben in Bewegung. Dabei ist auch ein Zügel für 292 den Lasterhaften und eine Geißel, die ihn Weisheit lehrt. Sammle dir nämlich (in Gedanken sie zusammenstellend) alle Strafen und Leiden, sowohl die aufgeschriebenen als auch die nicht aufgeschriebenen, und nimm und betrachte sie alle, daß sie zum Heile Aller über Alle von dem Allgütigen kommen!