Bei Montfoucon II. 367 ff.
In welchem Jahre die vorliegende Rede gehalten wurde, läßt sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Montfoucon vermuthet aus innern Gründen, die er freilich selbst nicht für beweisend hält, daß sie in das Jahr 387 zu setzen ist.
Das Fest der Erscheinung wird hier nur mit der Taufe des Herrn in Verbindung gebracht; es wird weder die Anbetung der Weisen noch die Hochzeit zu Kana erwähnt. So heißt es auch in der Rede de beato Philogonio (bei Montfoucon I. 497): „Wäre Christus nicht dem Fleische nach geboren, so wäre er auch nicht getauft worden; Das ist nämlich das Fest der Theophanie.“
Sehr ergreifend und zugleich ein Beweis, daß sich bei der Feier der heiligen Geheimnisse die bedenklichsten Unordnungen einzubürgern drohten, sind die Ermahnungen im letzten Kapitel: die Christen sollen sich beim Empfange der heiligen Kommunion ruhig und anständig benehmen und die Danksagung nicht unterlassen.
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Die große Menge der Anwesenden legt dem Redner den Gedanken nahe, daß viele Christen nur an hohen Festtagen, aber nicht das Jahr hindurch den Gottesdienst besuchen. Er mahnt nachdrücklich zur Besserung. — Am Feste der Erscheinung des Herrn wird das Gedächtnis seiner Taufe begangen. Die Taufe des Heilandes war nicht eine im jüdischen Gesetze begründete Waschung, auch nicht die christliche Taufe, sondern die Taufe des Johannes. Hauptsächlich aus zwei Ursachen ließ der Herr sich taufen: erstens, um durch das Zeugnis des Johannes das Judenvolk zum Glauben zu bewegen, und zweitens, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen. — Von der heiligen Kommunion: die Christen sollen mit reinem Herzen, in Ruhe und Ordnung zur heiligen Kommunion gehen und sich nicht vor dem Schlusse der gemeinsamen Danksagung entfernen.