Athanasius von Alexandrien · De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria · Kapitel 31
Aber auch dabei blieben sie nicht stehen; denn sie begaben sich von Konstantinopel nach Antiochien, änderten ihre Ansicht, nach welcher sie, den heiligen Schriften gemäß, geschrieben hatten, der Sohn sey dem Vater gleich, brachten das, was sie ausgesonnen hatten, in Zusammenhang, begannen wieder zu ihren frühern Ansichten zurückzukehren, und sagten, der Sohn sey dem Vater durchaus ungleich, und er sey dem Vater auf keine Weise gleich. Sie veränderten ihre Meinung so sehr, daß sie diejenigen, welche unverhohlen die Lehren des Arius behaupteten, in ihre Gesellschaft aufnahmen, und ihnen die Kirchen übertrugen, damit sie ohne Scheu ihre Lästerungen vortragen möchten. Wegen der großen Unverschämtheit, mit welcher sie lästerten, wurden sie nun von Allen Anomöer genannt, 274 indem sie auch den Beinamen Exukontion (exoukontion), und den ketzerischen Konstantius zum Beschützer ihrer Gottlosigkeit hatten, ihn, welcher bis zum Tode in der Gottlosigkeit verharrte, und erst bei der Annäherung des Todes die Taufe verlangte, aber nicht von frommen Männern, sondern von Euzoius, welcher wegen der arianischen Ketzerei nicht Ein Mal, sondern öfters, nicht nur als er Diakon war, sondern auch als er zu Antiochia saß, abgesetzt wurde.