Siehe, auch die Leuchten legen Zeugnis ab für den Tag wegen unserer Schwäche, weil wir die Klarheit des Tages nicht ertragen und schauen können. Denn auch wir Christen sind zwar im Vergleich mit den Ungläubigen bereits Licht, weshalb der Apostel sagt: Denn „ihr seid einst Finsternis gewesen, jetzt aber Licht im Herrn, wandelt wie Kinder des Lichtes“, und anderswo hat er gesagt: „Die Nacht ist vorübergegangen, der Tag aber hat sich genähert; legen wir darum ab die Werke der Finsternis und ziehen wir an die Waffen des Lichtes, wie am Tage lasset uns ehrbar wandeln“. Jedoch weil im Vergleich zu jenem Lichte, zu dem wir einst kommen sollen, noch Nacht ist auch der Tag, in dem wir sind, so höre den Apostel Petrus. 542 Herabgekommen, sagt er, sei über Christus den Herrn eine Stimme von hochherrlicher Macht: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe. Diese Stimme, sagt er, hörten wir vom Himmel herabkommen, da wir mit ihm auf dem heiligen Berge waren“. Allein weil wir nicht dort waren und jene Stimme vom Himmel damals nicht hörten, sagt derselbe Petrus zu uns: „Und wir haben ein zuverlässigeres prophetisches Wort“. Ihr habt die vom Himmel herabgekommene Stimme nicht gehört, aber ihr habt ein zuverlässigeres prophetisches Wort. Denn da der Herr Jesus Christus voraussah, es würden einmal gewisse Gottlose kommen, die seine Wunder verdächtigen, sie magischen Künsten zuschreibend, so hat er die Propheten vorhergesandt. Denn ist er etwa, wenn er ein Zauberer war und durch Zauberkünste es dahin brachte, daß er sogar noch nach seinem Tode verehrt wurde, schon ein Zauberer vor seiner Geburt gewesen? Höre, du toter und noch im Vermodern verleumderischer Mensch, die Propheten; ich lese, höre, die vor dem Herrn kamen. „Wir haben“, sagt der Apostel Petrus, „ein zuverlässigeres prophetisches Wort, und ihr tut wohl daran, auf dasselbe zu achten als auf eine Leuchte an einem dunklen Orte, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“.