[Forts. v. 610 ] Mit Recht befreit von dieser Knechtschaft der Sünde jener, der in den Psalmen sagt: „Ich bin geworden wie ein Mensch ohne Hilfe, unter den Toten ein Freier“. Denn frei ist allein der, welcher keine Sünde hat. Sagt er ja im Evangelium: „Siehe, es kommt der Fürst dieser Welt“, womit er den Teufel meint, der in den Juden, seinen Verfolgern, kommen sollte; „siehe“, sagt er, „er kommt und wird an mir nichts finden“. Nicht wie er an denen, die er tötete trotz ihrer Gerechtigkeit, irgendwelche Sünde fand ― an mir wird er nichts finden. Und als würde man zu ihm sagen: Wenn er nichts an Dir finden wird, warum wird er Dich töten? fügte er hinzu und sprach: „Aber damit alle wissen, daß ich den Willen meines Vaters tue, so stehet auf und lasset uns von hinnen gehen“. Nicht, sagt er, unterziehe ich mich dem Tode um* meiner* Sünde willen, sondern indem ich sterbe, vollbringe ich den Willen meines Vaters; ich* tue* dabei mehr, als ich* leide*; denn wenn ich nicht wollte, würde ich auch nicht leiden. An einer andern Stelle sagt er: „Ich habe Macht, mein Leben hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen“.