„Jener Mensch antwortete und sagte zu ihnen: Das ist doch wunderbar, daß ihr nicht wisset, woher er ist, und er hat meine Augen geöffnet. Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht hört, sondern wenn einer ein Verehrer Gottes ist und seinen Willen tut, diesen erhört er.“ Er redet noch als ein bloß Gesalbter, denn auch die Sünder erhört Gott. Denn wenn Gott die Sünder nicht erhören würde, so würde jener Zöllner umsonst, seine Augen zur Erde senkend und an seine Brust schlagend, sagen: „Herr, sei mir Sünder gnädig“. Auch dieses Bekenntnis verdiente die Rechtfertigung, wie jener Blinde das Sehendwerden. „Von Anfang ist es nicht erhört worden, daß einer die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat. Wenn dieser nicht von Gott wäre, so könnte er solches nicht tun.“ Ein freimütiges, standhaftes, wahres Wort! Denn was vom Herrn geschah, 655 von wem sollte es geschehen als von Gott? Oder wann würde von den Jüngern solches vollbracht, wenn nicht der Herr in ihnen wohnte?