So wollen wir denn beginnen, das Verborgene der geheimnisvollen Zeichen (sacramentorum) aufzudecken, soweit der es gibt, in dessen Namen wir es euch versprochen haben. Es war die Prophetie in den alten Zeiten, und die Gnade der Prophetie hat zu keiner Zeit 153 gefehlt; allein jene Prophetie war, solange in ihr Christus nicht verstanden wurde, Wasser. Denn im Wasser ist gewissermaßen der Wein verborgen. Der Apostel sagt, was wir in jenem Wasser erkennen sollen: „Bis auf den heutigen Tag, sagt er, liegt, wenn Moses gelesen wird, dieselbe Decke auf ihrem Herzen, die nicht weggenommen wird, weil sie in Christus aufgehoben wird. Und wenn du hinübergehst zum Herrn, wird die Decke hinweggenommen werden“. Decke nennt er die Verhüllung der Prophetie, so daß sie nicht verstanden wurde. Die Decke wird hinweggenommen, wenn du zum Herrn hinübergehst; so wird die Schmacklosigkeit aufgehoben, wenn du zum Herrn hinübergehst, und was Wasser war, wird dir Wein. Lies alle prophetischen Bücher; wenn Christus darin nicht verstanden wird, was wirst du so schmacklos und albern finden? Verstehe darin Christus, so schmeckt nicht bloß, was du liesest, sondern es berauscht auch, indem es den Geist vom Körper (= vom körperlichen, buchstäblichen Verständnis) hinwegbringt, so daß du, das Vergangene vergessend, nach dem, was vor dir ist, erstrebest.