Doch standen ihr allsogleich neue Kämpfe bevor, die noch grösser waren als die vorausgegangenen Mühsale. Da der Klosterbau vollendet war und die Selige nun ein wenig aufatmen konnte, kam ein Brief ihres Onkels Volusian, des Expräfekten der grossen Stadt Rom, er weile zu Konstantinopel als Gesandter am Hofe der frommen Kaiserin Eudoxia, die den ehelichen Bund geschlossen hatte mit unserem christlichen Kaiser Valentinian. Nun fühlte sie das Verlangen, den Onkel zu sehen. Von Gottes Gnade geleitet fasste sie den Plan, um jeden Preis seine Seele zu retten, weil er noch ein Heide war. Voll Angst, in irgend etwas dem Wohlgefallen Gottes entgegenzuhandeln, teilte sie das Anliegen allen Heiligen mit und bat um deren unablässiges Gebet, damit die Reise nach Gottes Willen geschehe, Dann empfahl sie die Klöster dem Herrn und verliess Jerusalem.