Auch nicht nach einer Speise der Menschen hungerte ihn, sondern nach dem Heile; denn nach vierzig Tagen, nicht während der vierzig Tage hungerte ihn; wie auch den Moses und Elias dieselbe Fastenzeit hindurch nicht gehungert hat. Da also den Herrn hungerte, stellte sich nicht die Wirkung des Hungers ein; sondern jene Kraft, welche durch vierzigtägiges Fasten nicht erschüttert wurde, hat den Menschen ihrer Natur verlassen. Denn der Teufel mußte nicht von Gott, sondern von dem Fleische besiegt werden; und dieses würde er gewiß nicht zu versuchen sich getraut haben, wenn er nicht in demselben der Schwäche des Hungers zu Folge das Wesen des Menschen erkannt hätte. Und 66 diese bemerkte er allerdings in ihm; denn er begann so: „Wenn du Gottes Sohn bist.“ Einen Zweifel enthält der Ausdruck: „Wenn du Gottes Sohn bist.“ Ungeachtet er ihn hungern sah, fürchtete er doch das vierzigtägige Fasten in ihm. Durch dieses Verhältniß der Dinge zeigt er an, daß er nach dem vierzigtägigen Verweilen, während dessen er nach dem Leiden noch auf der Erde bleiben wollte, Hunger nach der menschlichen Erlösung haben werde. Und in dieser Zeit brachte er das Gott dem Vater ersehnte Geschenk, den Menschen, welchen er angenommen hatte, zurück.