Aber nun regt sich der Ehrgeiz der teuflischen Macht zum dritten Male. Daher stellte er den Herrn auf einen hohen Berg, und bot ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit an, wenn er ihn nur anbeten würde. Schon durch eine doppelte Antwort war er der Meinung des Verdachtes entgangen. Durch Speise hatte er den Adam gelockt, und von der Herrlichkeit des Paradieses hatte er ihn zu dem Orte der Sünde, das ist, in die Gegend des verbotenen Baumes, geführt; drittens hatte er ihn durch das ehrgeizige Streben nach dem göttlichen Namen verleitet, indem er ihm versprach, er würde Gott gleich werden. Darum wird nun gegen den Herrn mit der ganzen Macht der Welt gekämpft, und ihrem Schöpfer der Besitz dieses Universums angeboten, um mit Einhaltung des Ganges der alten Täuschung den, welchen er weder durch Speise gelockt, noch vom Platze gebracht hatte, jetzt doch wenigstens durch Ehrgeiz zu verführen. Aber die Antwort des Herrn beobachtete von oben eine angemessene Stufenfolge; denn er sprach: „Weiche von mir, Satan! den Herrn deinen Gott sollst du anbeten, und ihm allein dienen.“ Er erhielt den gebührenden Erfolg seiner so großen Verwegenheit, indem er theils in dem Worte Satan den Namen seiner Verbrechen hörte, theils erkannte, daß er den Herrn seinen Gott in dem Menschen anzubeten habe. Durch die Wirkung dieser Antwort hat uns der Herr auch ein großes Beispiel gegeben, daß wir die Herrlichkeit menschlicher Macht verachten, die Ehrsucht der Welt hintansetzen, und nur daran denken sollten, daß wir Gott und den Herrn anbeten müssen, weil alle Ehre der Welt das Werk des Teufels ist. Nach dieser Flucht des Teufels nun dienten Engel Christo, und gaben dadurch zu erkennen, daß, wenn von uns der Kopf des Teufels besiegt und zertreten sey, uns weder der 69 Dienst der Engel, noch der Beistand der himmlischen Mächte fehlen werde.