Nun muß man also das betrachten, welcher Fragen er sich noch bedient habe. Er sagt: „Wenn du der Sohn Gottes bist, so sprich, daß diese Steine Brod werden.“ Der betrügerische Teufel, und zum Verführen sehr schlaue Künstler wußte, daß Christus Alles zu bewirken vermöge, und schloß schon aus der Zeit des Fastens auf den Hunger in dem Menschen, ohne zu wissen, worauf der Hunger gerichtet wäre. Daher schlug er bei dem Versuchen ein solches Wirken vor, daß er dadurch theils in Gott aus der Umwandlung der Steine in Brod die Göttlichkeit der Macht erkennen, theils in dem Menschen durch den Reiz der Speise die Ausdauer in der Erduldung des Hungers vereiteln konnte. Der Herr aber, welchen nicht so sehr nach dem Brode, als nach dem Heile der Menschen hungerte, sprach: „Nicht von dem Brode allein lebt der Mensch;“ denn er war nicht, allein Mensch, sondern auch Gott, und wurde, obgleich er sich bis zu dem Tage der Versuchung der menschlichen Speise enthielt, doch durch den Geist Gottes genährt, indem er hiedurch anzeigte, daß man nicht in diesem Brode allein, sondern in dem Worte Gottes die ewige Nahrung zu finden hoffen müsse.