Wer die Majestät (Gottes) tadelnd fragt, wozu sie klein geworden, wird von ihr zurechtgewiesen, daß sie klein geworden, um ihn groß zu machen. Wer ihre Erniedrigung tadelt, wird von ihr mit Tadel belehrt, daß sie sich erniedrigt habe, um ihn zu erhöhen. Wenn du über deinen Herrn scheltend oder tadelnd dich aussprichst, so liegt die Anklage gegen dich klar und offen da: Wie magst du Jenen tadeln, der aus Liebe zu dir zu einem (anscheinend) tadelnswürdigen Werke kam? Sehr tadelnswerth ist es, daß deine Krankheit die Nothwendigkeit herbeiführte, daß die (göttliche oder höchste) Majestät durch eine Menge von Heilmitteln dir das Leben wieder gab. Weil du ein Kind warst, wurde sie gleichsam eine Säugamme, um dir Milch zu reichen. Weil sie sah, daß dein Körper durch Schmutz verunreinigt war, wurde sie zur Quelle der Reinigung. Schilt also die lautre Quelle, die durch deinen Schmutz getrübt ward, da sie (an sich) rein ist!