Dieß hatte er in Bildern zum Nutzen (der Menschen) gethan, hernach aber that er es in Wahrheit zum Heile, sandte seinen Geliebten, und dieser kam zur Geburt, zur Beschimpfung und Kreuzigung, auf daß ihm seine Gerechtigkeit nicht vorwerfen möchte, er hätte durch die Geburt heilen können und habe nicht geheilt, und daß seine Güte ihn nicht richte, er hätte durch das Kreuz das Leben verleihen können und habe es nicht gegeben. Der Erstgeborne nahte sich und bot seine Wangen Faustschlägen dar. Wer nun tadelnd 281 fragt, weßwegen er herabkam und sich schlagen ließ, mit dem wird der Gerechte rechten: „Für dich ward ich geschlagen, damit du durch meine Beschimpfung geehrt werdest.“ Er wurde für Diejenigen, die seine Geburt und seinen Tod tadeln, geboren und gekreuzigt. Wo sollen nun wohl die Tadler gefunden werden? Der Tadel kehrt ja auf sie zurück.