Wer ist wohl im Stande, das Wesen der Gottheit zu ergründen? Wer vermag den Herrn der Herrschaft und der Herrscher zu ermessen? Wer ist fähig, die Tiefe der Majestät zu erforschen, und begreift untersuchend ihre Geheimnisse? Lässest du dich, o Staub, anlocken, in dieß 277 gewaltige Meer hinabzusteigen, weil seine Wogen schön und anziehend sind, so reissen sie dich in die Tiefe. Gelüstet es dich nämlich, dieß Meer zu untersuchen, und nahest du dich auch nur einer kleinen Welle, so wird diese dich in eine größere stürzen, ja, alle Wogen mit einander werden dich versenken: denn dieses Meer ist ganz in sich vereint, verbunden, und gleich in Wesen und Einheit. Wenn du zu seiner äußern Woge nahe kommst, so schleudert sie dich in die innere Tiefe. Bereitest du dir aber ein Schiff zum Handel und gehst du zum Gewinne und nicht zur Grübelei auf’s Meer (es ist ein vernünftiges Meer, bereichert die Handelsleute und ersäuft die vermessenen Forscher), dann wirst du hundertfältigen Gewinn machen; denn seine Wogen werden dir wie führende Seeleute sein, alle Schätze wird es tragen, und es wird dich geleiten und am Ende in seinen Hafen führen.