Bei Montfaucon II. 422 ff.
Aus den einleitenden Worten dieser Predigt wird geschlossen, daß sie bald nach den Reden gegen die Anomöer gehalten worden ist. Demgemäß wäre sie in den Anfang des Jahres 387 zu setzen. Eine Osterpredigt ist es kaum; denn das Osterfest wird gar nicht und die Auferstehung des Herrn nur beiläufig erwähnt; doch glaubten wir, sie füglich an dieser Stelle einreihen zu sollen.
Zweck der Rede ist hauptsächlich, die Zuhörer durch Hinweis auf den ewigen Lohn zur eifrigen Übung der Tugend zu begeistern. Dabei werden die Wahrheiten von der Auferstehung, von der Unsterblichkeit der Seele und von der ewigen Vergeltung als ein untrennbares Ganzes behandelt — ganz nach der Darstellung der heiligen Schrift.
Durch meisterhafte Exegese, Reichthum an originellen und furchtbaren Gedanken, auch durch sehr sorgfältige Ausarbeitung im einzelnen zeichnet sich diese Rede ganz vorzüglich aus.
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Die christliche Lehre von der Auferstehung (bezw. von der Unsterblichkeit und ewigen Vergeltung) ist von der höchsten Wichtigkeit. Wie diese Lehre alle Anklagen gegen die göttliche Vorsehung entkräftet. Diese Lehre wird vom heiligen Paulus sehr oft und nachdrücklich ausgesprochen. Besondere Veranlassung dazu boten ihm die großen Schwierigkeiten, mit denen damals die Christen zu kämpfen hatten. Eingehende Erklärung von II. Kor. 4, 16—18 und 5, 1—5.