Bei Montfaucon III. 415 ff.
Es sei hier kurz daran erinnert, daß die Ostersynode „an der Eiche“, gehalten 403 unter dem Vorsitze des alexandrinischen Patriarchen Theophilus, gegen den heiligen Chrysostomus das Urtheil der Absetzung aussprach, worauf ihn Kaiser Arkadius der aus der Stadt hinwegzuführen gebot. Das Volk war in großer Aufregung; Chrysostomus suchte es zu beruhigen und im Glauben zu stärken durch die nachstehende Anrede. Nur die hier übersetzten drei Kapitel sind echt; es werden in den Gesammtausgaben noch zwei weitere abgedruckt, deren Unechtheit wohl nicht mehr bezweifelt wird.
Umsonst versuchen die Feinde, die Kirche Gottes zu zerstören. Das beweisen die Worte der heiligen Schrift und die Thatsachen der christlichen Geschichte.
416Eindringliche Ermahnungen zum Gebete und zur Standhaftigkeit: Betheuerungen der Liebe des Oberhirten zu seiner Heerde.