Daß wir aber dieses zu eurem Besten dargelegt haben, erkennet daraus, daß es ja bei uns stünde zu leugnen, wenn wir verhört werden. Aber wir wollen nicht mit Lügen leben. Denn in der Sehnsucht nach dem ewigen und reinen Leben streben wir nach dem Zusammensein mit Gott, dem Vater und Schöpfer des Alls, und eilen zum Bekenntnisse, da wir überzeugt sind und fest glauben, daß dieses Leben diejenigen erlangen können, die Gott durch Werke bewiesen haben, daß sie ihm anhangen und nach dem Aufenthalte bei ihm verlangen, wo keine Schlechtigkeit Pein verursacht. Dies also ist es, kurz gesagt, was wir erwarten und was wir von Christus gelernt haben und lehren. Platon hat übrigens in gleicher Weise gesagt, daß Radamanthys und Minos die Ungerechten, wenn sie vor ihnen erscheinen, 72 bestrafen werden; wir aber sagen, daß das Gleiche geschehen werde durch Christus und daß sie in ihren ursprünglichen Leibern mit ihren Seelen eine ewig währende Strafe erdulden werden, nicht nur eine tausendjährige, wie jener annahm. Will man das für unglaublich oder für unmöglich erklären, so geht doch dieser Irrtum nur uns, nicht einen andern an, solange wir nicht eines tatsächlichen Vergehens überführt werden.