Ich will nun von dieser Abschweifung zurückkehren, um die Priorität der Wahrheit und die Posteriorität der Irrlehre noch mit Zuhilfenahme jener Parabel zu verteidigen, welche den guten Samen des Getreides, als vom Herrn ausgesäet, voranstellt, den falschen Samen339 des Windhafers aber, des tauben Strohes, nachher vom Teufel darübergestreut werden läßt. Denn sie versinnbildet so recht eigentlich die Verschiedenheit der Lehren, da ja auch sonst das Wort Gottes mit dem Samen verglichen wird. Somit wird durch die Zeitfolge selbst schon angedeutet, daß nur das vom Herrn ausgegangen und echt sei, was zuerst überliefert, dasjenige aber, was später hereingebracht worden, fremdartig und unecht sei. Dieser Satz bleibt gegen alle späteren Häresien in Geltung, die nirgends einen überzeugungsfesten, unerschütterlichen Standpunkt besitzen, um die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen zu können.