Weil er also so Mensch war, daß in ihm die Gottheit verborgen war, so wurde vor ihm her ein großer Mensch gesandt, durch dessen Zeugnis er als mehr erfunden würde denn als Mensch. Und wer ist dies? „Es war ein Mensch.“ Und wie sollte der etwas Wahres von Gott sagen können? „Von Gott gesandt.“ Wie hieß er: „Sein Name war Johannes“. Warum kam er? „Dieser kam zum Zeugnisse, daß er Zeugnis gebe vom Lichte, damit alle durch ihn glauben möchten.“ Wie beschaffen war der, welcher Zeugnis geben sollte vom Lichte? Etwas Großes war dieser Johannes, hervorragend durch Verdienste, groß an Gnade, groß an Würde! Bewundere ihn, bewundere ihn ganz und gar, aber als einen Berg. Ein Berg aber ist in der Finsternis, wenn er nicht vom Lichte bestrahlt wird. Also bewundere Johannes so, daß du auch hörest, was folgt: „Er war nicht das Licht“, damit du nicht, indem du den Berg für das Licht hältst, Schiffbruch am Berge leidest, keinen Trost findest. Doch was sollst du bewundern? Den Berg als Berg. Erhebe dich aber zu dem, der den 23 Berg erleuchtet, der deshalb emporragt, damit er zuerst die Strahlen empfange und deinen Augen melde. Also: „Er war nicht das Licht“.