Sieh, das Weizenkorn ist nackt, indem es sein Kleid in sich selbst trägt. Wir vergruben es im Zustande der Nacktheit und sehen es dann herrlich wieder. Als todter schweigender Körper kroch es in seinen Staub hinein. Wundersam ist es, wie es sich in sich selbst verbirgt. Sein Unedles wird nicht mehr erkannt, weil es durch Herrlichkeit verschlungen, und weil es ganz wie zu einer gekrönten Braut geworden ist. Wenn der Weizen noch in der grünen Saat verborgen ist, bringt er die Forscher schon ausser sich und setzt die Sehenden in Erstaunen. Sie wissen nicht, wo sie ihn fassen und untersuchen sollen. Offenbar ist er und wird doch nicht gesehen und ist wie nicht da. Er macht die Untersucher zu Schanden und ruft trotz seines Schweigens laut: „Laßt euch durch sichtbare Dinge beschämen, ihr ausgelassnen Forscher über verborgne Gegenstände!“