Wer über ihn vorwitzig forscht, verwickelt sich in ihn so daß er untersuchend ihn nicht erkennt. Um ihn nicht zu finden, dazu dient sein Forschen, und er verliert, was in ihm ist, findet hingegen, was nicht in ihm ist. Ihn finden, um ihn zu erkennen, kann er nur so, wenn er nicht darüber grübelt, wie Er sei. Nur wenn du an ihn glaubst, erfassest du ihn auch. Eines von Beiden mußt du dich entschließen aufzugeben: denn wenn Er wahrhaftig ist, so glaube ohne zu forschen! Wenn er dich aber in Irrthum führt, wer bringt dich dann zurecht? In beiden Fällen mußt du doch ihm glauben; denn wenn er dich auch täuschen sollte, so ist es dennoch schändlich, ihn dessen zu beschuldigen (weil es undenkbar ist, daß der ewig Wahre täuscht). Um wie viel mehr aber muß man ihm glauben, da er dir die Wahrheit schriftlich übergeben hat. Hat Er uns irrgeführt, indem neidisch er war, wer wäre wohl im Stande es zu wissen, daß er uns in Irrthum geführt? Wer könnte uns offenbaren, was er verborgen gehalten? Gerade ist also sein Weg in Allem; der Pfad ward aber durch die Forscher den Einfältigen verkehrt. Seine Wahrheit sammelt uns (auf dem rechten Wege), der Irrthum aber versenkt uns in den Abgrund.