Richtet nun, o Geliebte, eure betrachtenden Blicke auf Maria! Als Gabriel zu ihr eingetreten war, sprach sie forschend zu ihm: „Wie wird dieß geschehen?“ Und es erwiderte ihr der Diener des h. Geistes: „Für Gott ist Dieses leicht; denn Ihm ist Alles möglich.“ Indem sie fest glaubte, was sie hörte, antwortete sie darauf: „Ich bin eine Magd des Herrn.“ Alsbald senkte sich dann das Wort, weil dessen kundig, hernieder, schwebte herab, wie es ihm gefiel, trat in sie ein und nahm in ihr seine Wohnung, ohne daß sie sinnliche Weise Dieß merkte. Sie empfing ihn, ohne Etwas zu leiden, und er ward in ihrem Leib ein Kind, während zugleich die Erde seiner voll war. Er neigte sein Ebenbild herab, um das veraltete Bild Adams zu erneuern. Hörst du also von der Geburt Gottes reden, so verharr’ im Schweigen! Was Gabriel gesprochen, bleibe deinem Geist eingeprägt! Denn es gibt Nichts, was jener hochgelobten 55 Majestät, die sich unsertwegen herabließ und unter uns aus uns geboren ward, zu schwer (oder unmöglich) wäre!