284 Es finden sich auch heut zu Tage Veranlassungen zu helfen, die mit Schmach, Beschimpfung und Lästerung umgeben sind. Wer aber entschlossenen Muth besitzt, reißt die Mauer der Beschämung nieder und tritt (in den Kampfplatz) ein, um glorreich zu triumphiren; denn wer sich vor Schimpf und Schmähung fürchtet und an das Werk der Hilfleistung nicht wagt, ist zwar von der Beschimpfung durch Andere entfernt, aber in seinen eigenen Augen verächtlich. Wenn die Gottlosen den Gerechten schmähen, winden sie ihm, ohne es zu merken, einen Kranz des Lobes. Nur dann beschimpfen sie ihn wirklich, wenn ihr häßliches Lob ihm angenehm wäre. Das Lob des Gottlosen gleicht ihm; das Lob des Unrechts ist verwerflich, wie es selbst, weil es das Lob eines Gottlosen ist. Sein Lob ist gleich einem Verdammungsurtheil durch die Gerechtigkeit.