Gott selbst, der nie kleiner oder größer wird, hat das Lob verschmäht und den Tadel verachtet und alle Gestalten angezogen und auf jede Weise sich erniedrigt und allen Kreaturen geholfen. Wenn er sich nämlich gefürchtet hätte, kleiner zu erscheinen, dann wäre er in Wahrheit kleiner geworden. Eben dadurch, daß er (aus Furcht) nicht kleiner geworden, wäre er es wirklich geworden, wie er groß und herrlich geworden ist, weil er (aus Liebe sich herablassend) 285 kleiner geworden. Gottes Wesen ward nie kleiner und größer. Klein wird er aus freiem Willen und groß aus freiem Willen. Die Zunahme also, die seiner Natur nicht eigen ist, geschieht nach seinem Willen. Wenn er nämlich von den Sündern boshaft verunehrt wird, so wird er verherrlicht, und es ist dann sein Wille so. Ohne seinem Wesen nach kleiner und größer zu werden, wird sein Wille verherrlicht, und erhabener. Sieh’: es steht ja für sie (die Ungläubigen und Sünder) und für uns über den Sohn Gottes geschrieben, daß er ein Opfer und Wohlgeruch für Gott geworden ist.